Kann bei der Herstellung von Betonwaren durch Zusatzmittel die Gefahr von Kalkausblühungen vermindert werden?
Zusätze wie interne Nachbehandlungsmittel oder Dichtungsmittel können Dank der Hydrophobierung aller Oberflächen (innen und außen) oder der Stabilisierung der Kapillaren effektiv gegen Ausblühungen wirken, vorausgesetzt, dass ihr Gehalt an löslichem Salz gering ist und dass beim Mischen keine zusätzliche Luft eingebracht wird. Indem sie die Verdunstung des Mischwassers verhindern und das Eindringen von externem Wasser stoppen, beeinflussen sie den relevanten Materialtransportmechanismus des Betons in starkem Masse.
Integrale wasserabweisende Stoffe wie z.B. Stearate und Silikone reduzieren den Kapillarsog, haben aber nur geringen Effekt auf die Wasserdurchlässigkeit. Auf diese Weise können sie primäre Ausblühungen, verursacht durch vorzeitiges Trocknen, reduzieren, jedoch nicht Ausblühungen, die durch Wassertransfer durch Schwerkraft oder Druck ausgelöst wurden. Auf der anderen Seite können wasserreduzierende Zusätze und integrale Wasserdichtmittel (basierend auf Zement oder anderen Feinpartikeln), die zur Herstellung einer feineren Porenstruktur benutzt werden, die Wasserdurchlässigkeit reduzieren, jedoch nicht den Kapillarsog.
Zusatzmittel und Oberflächenversiegelung zur Verminderung von Kalkausblühungen auf Betonwaren: RheoFIT® 790
Technische Schrift zum Thema "Ausblühungen"